10. Dezember

Nach ca. 7 h Flug kommen wir in Brisbane gegen 7.00 Ortszeit an. In Australien sind wir aber immer noch nicht. Zuerst müssen wir noch 2 Stunden im Transit-Bereich verbringen, wo wir uns erst mal unsere Zähne putzen. Bis uns der nächste Flieger nach Cairns bringt halten wir erst mal ein kurzes Schläfchen auf der Bank.

Nach weiteren endlosen 2 h im Flieger und einem fantastischen Blick auf das Great Barrier Reef kommen wir in Cairns an. Bei der letzten Kontrolle bekommen wir noch unsere Schuhe geschrubbt und desinfiziert. Nun können wir endlich einreisen.

Um zum Hotel gebracht zu werden möchten wir den Bus nehmen.

An der Information werden wir zu einem Telefon-Point geschickt, wo wir bei unserem Hotel einen entsprechenden kostenlosen Transfer-Service bestellen können. Eigentlich ganz einfach: 1. Höhrer abnehmen, 2. Instruktionen lauschen, 3. Nummer für das Hotel eingeben, 4. Auflegen. Franzi scheitert an Schritt 2, da leider keine Instruktionen ertönen sondern lediglich ein Freizeichen. Nachdem alle Telefone erfolglos ausprobiert waren, hat es funktioniert, indem man direkt die Nummer für das Hotel eingegeben hat.

Nachdem Franzi dem Hotel klar gemacht hat, wo wir uns befinden, kommt nach einigen Minuten ein Bus der uns mit nimmt.

Eingecheckt ist schnell. Nach einer kurzen Reparatur funktioniert auch unser Zimmerschloss. Nun erkunden wir in Bade-Kleidung die Anlage mit den drei Pools und dem sauheissen (34 °C) Whirlpool (Spa). Auch das angeblich "kalte" Wasser in den drei anderen Pools hat Badewannen-Temperatur.

Mit dem kostenlosen City Bus fahren wir in die Stadt, geniessen ein Sandwich bei Subway und pilgern anschliessend zum Strand. Dort befindet sich ein riesiges Freibad - kostenlos und rege genutzt. Wir decken uns noch mit etwas Trinkwasser ein und lassen uns zum Hotel zurück bringen. Am Pool lassen wir den Abend ausklingen.

11. Dezember

Erholt stehen wir um 6.30 Uhr auf, gehen als erstes zum Pool um uns zu erfrischen und bei dem schönen Licht ein paar Bilder zu schiessen. Eine letzte Dusche im Hotel und schon wird gepackt. Zum Frühstück gönnen wir uns kaltes Buffet - sogar Honig frisch von der Wabe getropft gibt es. Nach dem Frühstück checken wir aus, deponieren unsere Koffer und legen uns noch für ca. 2 h an den Pool in den Schatten um etwas zu dösen.

Der Transfer-Bus zum Flughafen bringt uns netterweise direkt zur Maui-Station. Wir lassen uns von Maui alle als Fahrer eintragen und bekommen das Wohnmobil erklärt. Michèl muss als erster ran und chauffiert uns zum Hotel zurück, wo wir unser Gepäck einsammeln. Unterwegs fallen uns im Innenraum hunderte Ameisen auf die herumwuseln, also fahren wir zurück. Mit Insekten-Spray werden die Ameisen bekämpft. Wir lassen uns noch den Weg zum nächsten Shopping-Center erklären und los geht die Reise.

Das Shopping-Center finden wir auf Anhieb. Der erste Grosseinkauf für 104 A$ braucht seine Zeit (bis die Füße erfrohren sind).

Mit dem Navi geht es in Richtung Daintree. Unterwegs machen wir einen Stopp um Wurstsalat zu machen.

In Daintree angekommen - einem Ort mit ca. 10 Häusern - stellen wir unser WoMo auf einem kleinen Camping-Platz ab. Internet ist hier leider nicht erhältlich.

Frisch verstochen erwerben wir schnell ein Mückenspray und setzen uns auf eine Bank mit Blick auf den Daintree River, wo wir Tagebuch schreiben.

12. Dezember

Wir schlafen aus (bis um 8.00 Uhr). Nach einem ausgiebigen Früstück im Camper buchen wir eine Daintree River Crocodile Tour. Um 9.30 Uhr steigen wir in's Boot. Ca. 1 h halten wir vergeblich Ausschau nach Krokodilen während wir auf dem Daintree River herum gefahren werden.

Nach einer kurzen Dusche machen wir uns auf zum Discovery Center.

Heute fährt Franzi zum ersten mal auf der linken Seite und muss eine Fähr-Überfahrt und verdammt enge Kurven meistern. Im Discovery Center erkunden wir mit Audio-Guide den Regenwald auf Stegen und lernen so viel über alle Stockwerke im Wald.

Hungrig gönnen wir uns einen kleinen Imbiss bevor es nach Mossmann Gorge geht. Dort soll es einen schönen Wasserfall geben, den wir aber nicht gefunden haben. Statt dessen erkunden wir einen 2,4 km langen Urwaldpfad wo wir 1,5 h Tiere und Pflanzen bewundern konnten.

Danach brechen wir Richtung Cooktown auf, das wir jedoch nicht mehr bei Tageslicht erreichen können. Kühe grasen am Wegrand, deshalb halten wir bei Einbruch der Dunkelheit und übernachten mitten in der Pampa.

13. Dezember

Aufstehen um 5.30 Uhr vor Sonnenaufgang. Heute ist Siri dran mit Fahren und fährt zuerst mal auf der falschen Seite. "Du musst auf die andere Seite" ruft Michèl entrüstet. Während sie noch damit beschäftigt ist die linke Spur zu halten, gilt es die Kühe zu beachten, die am Wegesrand grasen.

Bald nach dem Schild "Achtung Kängurus" sehen wir auch schon unser erstes (überfahren - nicht von uns). Auf der Weiterfahrt erhöht sich das Känguruaufkommen drastisch. Einige sitzen selbstmörderisch auf der Strasse. Bremsen - hupen - ausweichen. So fahren wir im Slalom über den Highway. Ein großes totes Känguru auf unserer Spur nimmt Siri zwischen die Räder. Es rumpelt anständig und bei unserer nächsten Fahrzeug-Inspektion entdeckt Michèl einige Blutspritzer an unserem Wagen.

In Cooktown angekommen frühstücken wir erst mal am Hafen. Wir versuchen eine Tauch-Tour zu buchen, doch tauchen kann man hier wohl nicht mehr (nur noch schnorcheln). Am botanischen Garten informieren wir uns über die Sehenswürdigkeiten in Cooktown. Auf Empfehlung wandern wir einen Pfad entlang bis zu einer netten Bucht, an der man allerdings nicht schwimmen soll, da an einem Fluss in der Nähe zur Zeit zwei große Krokodile leben.

Eine abenteuerlich steile Schotterpiste fahren wir hinauf zum Leutturm, den wir uns etwas größer vorgestellt hatten als er tatsächlich war. Von dort oben hat man einen tollen 360° Blick rund um Cooktown und das Riff. Wir beobachten ein paar eingeborene Kinder die den verschlossen Turm erobern und darauf herumturnen.

Gegen Abend fahren wir zurück zum Hafen um uns in der öffentlichen Dusche (nur kaltes Wasser - lau warm) zu erfrischen. Anschliessend legen wir uns nach einem selbst gekochten Essen in die Federn.

14. Dezember

Schon wieder klingelt der Wecker um 5.30 Uhr. Langsam haben sich auch die Damen an die Uhrzeit gewöhnt. Noch vor dem Frühstück wandern wir ca. 1 h zur Cherry Tree Bay um zu schnorcheln. Wegen der relativ hohen Wellen erzählt uns ein Einheimischer sind heute leider kaum Fische zu sehen. Nur ein kleiner gelber Fisch mit schwarzen Streifen wird Michèl's Freund und folgt uns beharrlich auf der Tour.

Zurück am WoMo stellen wir fest das 3 Nächte ohne Steckdose die Batterie doch wie vorhergesagt schlapp macht. Eigendlich wollten wir im WoMo duschen aber ohne Strom hat sich auch der Kühlschrank verabschiedet. So müssen wir wohl oder übel noch einmal den Hafen und die Dusche dort aufsuchen.

Zum Frühstück essen wir Fish & Chips mit einem Milchshake in einem sehr empfehlenswerten Hafenkiosk.

In der größten Mittagshitze wagen wir die 4 stündige Fahrt nach Port Douglas. Diese mal läuft uns kein Känguru vor's Auto. Nur eine wild gewordene Kuh versucht uns von der Strasse zu drängen.

15. Dezember

Um halb sieben stehen wir auf um unseren Tauch- und Schnorchel-Tag zu beginnen. Nach dem Frühstück mit brennendem Toast laufen wir zum Hafen, wo uns die Poseidon erwartet. Gegen 8.30 Uhr laufen wir aus. In drei Tauch- und Schnorchelgängen können wir das sagenhaft schöne Great Barrier Reef bestaunen. Zwischendurch werden wir mit Getränken, Obst, Salat, Brot, Fleisch und süßem Gebäck verköstigt.

Am Abend gibt es im WoMo Cornflakes mit Banane und Milch. Nach einer Runde Pool und einer Dusche machen wir einen Strandspaziergang bei dem wir noch kleine Krebse entdecken. Während des Tagebuch-Schreibens schläft Franzi auf der Bank ein. Wir werden wohl jetzt alle schlafen gehen.

16. Dezember

Um halb acht stehen wir top fit auf. Nach einem gemütlichen Frühstück checken wir aus. Noch kurz zum Tourist Information Center und einkaufen und dann geht's wieder gen Norden nach Cape Tribulation.

Dort angekommen erkundigen wir uns in der Apotheke, über's Tauchen und was man sonst noch alles hier machen kann. Wir buchen (in der Apotheke) eine Tauchtour und für den Abend einen Night Walk. Ein Camping-Platz ist auch schnell gefunden (direkt gegenüber). Wir dürfen sogar das WoMo für morgen stehen lassen und nach der Tauch-Tour noch duschen.

Auf Rat der "Apothekerin" wandern wir zu mehreren Wasserlöchern, wo man SICHER baden kann. Der ca. 1 stündige Marsch entpuppt sich als 1,5 h harte Wanderung, die bergauf und bergab auf der Schotterpiste entlang geht. Das Bad ist erfrischend, doch 3 h harter Marsch lohnen sich nicht für die kurze Erfrischung.

Ausgehungert kehren wir zum WoMo zurück und machen uns Tortellini mit Tomatensauce und Salat. Nach dem Spülen gönnen wir uns eine warme Dusche, bevor wir um 19.45 Uhr zum Night Walk abgeholt werden.

Wir machen eine ausgedehnte Tour durch den Regenwald und sehen neben verschiedenen Spinnen, Heuschrecken und Fröschen auch eine Ratte, eine Libelle, einen schlafenden Vogel und zwei Leguane. Später fahren wir noch ein Stück weiter um Krokodile zu sehen. Sehen kann man leider nicht das ganze Krokodil, sondern nur seine Augen, die vom Licht angeleuchtet rot zurück scheinen. Eine Zeit lang können wir ein paar Augen beobachten, das uns von unter der Wasseroberfläche entgegenblitzt.

Jenny, unser Guide, erzählt uns von einem Belgier, der letztes Jahr von einem Krokodil gebissen wurde. Der hatte eines entdeckt, wollte es fotografieren, es schwamm jedoch weg. Er ist durch das Wasser hinterher gewatet und das Krokodil schwamm erneut weiter. Als er dann mit einem Stock auf die Wasseroberfläche geklopft hat, hat das Krokodil dann zugebissen. Eine Woche zuvor, erzählte dessen Freundin, wurde er wohl in Thailand von einem Affen gebissen. Als Fazit wurde ihm das Visum entzogen.