30. August

04:30 Uhr Aufstehen. Übernachtet in Kirn

04:35 Uhr Abfahrt, kurzer Abstecher nach Meckenbach wegen Stromadapter

04:45 Uhr Britta abholen und weiter fahren nach Frankfurt a. M.

              Am Flughafen haben wir gleich den Rest der ab Ffm fliegenden Truppe entdeckt. Tickets abgeholt -              Koffer (Rucksäcke) aufgegeben - eingechecked

07:50 Uhr Flug Frankfurt - Madrit. Nach endlosem Marsch an's andere Ende des Flughafens erreichen wir Gate R2

12:30 Uhr Flug Madrid - Quito. Im Flieger haben wir 2 der 4 von Zürich aus Reisenden gefunden

23:15 Uhr Ankunft in Quito -> 16:15 Uhr Ortszeit

Wir werden gleich von unserm Reiseleiter Javier herzlich empfangen. Schnell ist alles Gepäck im Bus verstaut und schon sind wir an unserer Herberge angekommen. Nach einem kurzem Spaziergang durch die Dämmerung mit einem herrlichen Blick über das nächtliche Quito fallen wir erschöpft ins Bett. (Das gleiche Bett in dem Michèl vor 3 Jahren schon einmal in der ersten Nacht in Ecuador geschlafen hat, welch ein Zufall!)

31. August

Ein bisschen ausschlafen bis 8:30 Uhr, wobei sich die Zeitumstellung doch bemerkbar macht. Um 3.00 Uhr schon top fit!

Nach dem Frühstück erkunden wir zu Fuß die Altstadt von Quito. Der erste Weg führt uns auf die Kathedrale. Der abenteuerliche Aufstieg wird durch einen tollen Ausblick über die Stadt, die Engels-Maria und den Cotopaxi belohnt. Nach einer kurzen Stipvesite im Präsidentenpalast geht es weiter zur Kirche "El Sagrario", was hier glänzt ist tatsächlich Gold. Auf der barocken Schnitzkunst wurden 50 kg Blattgold aufgebracht.

Jetzt heisst es sich sputen, denn wir sind zum Mittagessen ins Büro von Viventura eingeladen.

Nach dem Essen steht ein völlig anderer kultureller Einblick auf dem Programm, die Kapelle der Menschheit von Guayasamin.

Abgerundet wird der Tag bei einem leckeren Snack im "El Probre Diabolo", dem armen Teufel. 

01. September

Um 6.15 Uhr geht es heute in den Nebelwald. Zuerst auf einer gut ausgebauten Straße für 1,5 h und die letzten 12 km (30 min) auf einer sehr holprigen Piste. Was sich sofort bemerkbar macht ist die tolle Luft. Im Unterschied zu Quito lässt es sich hier wunderbar atmen, meine (Franzi's) Nase ist den ganzen Tag frei.

Schon bei unserer Ankunft im Bellavista sehen wir zwischen den hübschen Bambus-Hütten die ersten Kolibris für die hier extra Nahrungsquellen aufgestellt sind.

Nach einem sehr feinen Frühstück bekommt jeder ein Paar Gummistiefel und mit denen gehts dann auf in den Nebelwald. Unser Führer "Francisco" erklärt uns auf englisch die Pflanzen und Tierwelt im Nebelwald. Es handelt sich hier um einen Sekundärwald - keine ganz alten Bäume - dafür jedoch viel Bodenbewuchs. Unsere Tour geht bergauf und bergab auf kleinen Pfaden. Wir erfahren viel über die Symbiose zwischen den Pflanzen, sehen Orchideen, essbare Pflanzen, Tukane, einen Tausendfüßler, und vieles mehr. Unsere Wanderung geht sehr langsam voran, da alles genauestens fotografiert wird.

Pünktlich zum Mittagessen sind wir zurück am Bellavista, waschen unsere Gummistiefel und versuchen noch ein paar Kolibris zu fotografieren. Zum Mittagessen gibt's dann eine Linsensuppe und anschließend ein leckeres Hühnerschnitzel mit Pilzsoße, Reis und Gemüse. Nach dem Essen machen wir uns auf den Heimweg. Viele nutzen die Zeit um ein wenig zu schlafen.

Zurück in Quito macht sich die dreckige, trockene Luft sofort wieder in der Nase bemerkbar.

Wir schreiben die ersten Tagebucheinträge im Internet und machen uns anschließend frisch, denn um 18:30 Uhr treffen wir uns bereits wieder für das Abendessen.

Mit dem Ökobus fahren wir einige Stationen und landen in einer sehr geschäftigen Straße, wo viel Nachtleben zu finden ist. Das Lokal Mogo's Mongolisches Barbeque ist unser Ziel. Irgendwie wurde die Reservierung nicht berücksichtigt und alle Plätze waren bereits belegt. Ratz-Fatz werden für uns jedoch 3 Tische frei gemacht. In kleinen Schälchen können wir uns nach Wunsch die Zutaten zusammen stellen, die anschließend auf einer großen Platte fertig gebraten werden. Ein paar Cocktails und Schälchen später hat uns Javier wieder Taxen besorgt, die uns für 2 $ nach Hause bringen.

Auf der Rückfahrt vom Nebelwald haben wir noch am echten und falschen Äquator Halt gemacht. Am Echten haben wir eine kleine Führung mit einigen Experimenten (Abfluss, Kraft, Sonnenuhr,...) in dem kleinen indianschen Touridorf. Michèl hat eine Urkunde bekommen, weil er auf dem Äquator auf einem Nagel ein rohes Ei zu balancieren gebracht hat.

02. September

Nach einem leckeren Frühstück fahren wir über die Pan-Americana Richtung Cotopaxi. Es sind einige Stopps notwendig, da wir in Vorbereitung für die Höhe viel getrunken haben und das Wasser wieder loswerden müssen. Außerdem muss unser Wasservorrat aufgefrischt werden.

Auf dem Weg aus Quito besuchen wir einen typischen Markt. Dort gibt es Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch und auch fertiges Essen zu kaufen. Wir kaufen einiges für unser morgiges Picknick ein. Anschließend streunen wir noch alleine über den Markt.

Nach einiger Zeit auf der Pan-Americana biegen wir ab und fahren weiter auf einer steinigen Schotterpiste. Der Drang zur Toilette wird immer größer bis wir endlich unsere heutige Herberge erreichen. Hübsche, mit Heu bedeckte Häuser warten auf uns. Wir laden unser Gepäck in den kleinen, ziemlich hellhörigen Zimmern ab, die nur durch Strohwände getrennt sind.

Wir essen eine Kleinigkeit (Käse, Brot und Avokado-Mus) bevor wir weiterfahren zum Parkplatz auf 4500 m am Fuße des Cotopaxi. Anschließend begeben wir uns auf den langsamen, sehr steilen und beschwerlichen Marsch bis zur Schutzhütte (4800 m) wo wir uns mit warmem Tee stärken, bevor es Richtung Gletscher weiter geht. Wir wandern nicht bis zum Eis, da es dort häufig Steinschläge gibt. Zurück bei der Schutzhütte entdecken wir einen Andenwolf, der sich von uns ausgiebig fotografieren lässt. Auf dem Abstieg zeigt sich der Cotopaxi endlich mal (fast) ohne Wolken.

Zurück am Bus befreien wir uns von dem Staub auf den Klamotten. Die Sonne verschwindet auf der Heimfahrt hinter den Bergen und so müssen wir frierend (der Bus hat keine Heizung) nach Hause fahren. Wir wärmen uns am Kaminfeuer und trinken Canelasso bis uns ein herrliches Abendessen erwartet (Lachsforelle mit Kartoffeln und Gemüse).

Nach dem Essen fallen alle, die noch nicht vorher im Bett waren todmüde in die Federn.

03. September

Auch heute ist das Frühstück wieder sehr lecker, der Standart in guten Unterkünften scheint Brot, Butter Marmelade, Ei, Obst mit Joghurt und Müsli zu sein. Dazu Saft, Kaffee, Tee oder Milch.

Um 9:15 Uhr treffen wir uns für's Reiten. Jeder wird mit einer Leder-Überhose mit Fell und einem Poncho ausgestattet. Nach einer kleinen Einweisung (schneller = küssen und treten, langsamer = schooooo) geht's dann auf die Pferde. Zuerst reiten wir im "Schritt" schön in einer langen Schlange. Später dann im Trab und Gallopp. Nach 1,5 h machen wir eine kleine Pause. Jeder bekommt einen Pfefferminztee und einen Keks. Beim Weiterritt geht's nun bergab. Ganz langsam und vorsichtig bewegen wir uns vorwärts. Wir sehen ganz toll den Cotopaxi und auch einige wilde Kühe und Pferde. Eine kleine Gruppe angriffslustiger, junger Stiere kommt auf uns zu gerannt. Wir reiten einen kleinen Bogen bevor wir unseren geplanten Weg fortsetzten. Am Schluss nochmals ein paar Meter Gallopp und schon sind wir auch wieder zurück an unserer Herberge wo wir bereits mit Limonade empfangen werden.

Nach einem kurzen Besuch auf dem Klo gibt es Kartoffelsuppe und Früchtetee zum Mittagessen.

Der Nachmittag ist frei. Ich (Michèl) schließe mich der kleinen Gruppe an denen Javier das Fotografieren näher bringt (Blende einstellen und Bildaufteilung), Franzi liest.

Zum Abendessen erwartet uns eine Seleriesuppe, Hühnchen mit Reis und Salat. Zum Nachtisch gibt es ein Quark- Biskuit-Teilchen. Nach dem Briefing sind wir todmüde wie an den Vortagen und fallen in die Betten.