11. September

Als wir uns nach dem reichlichen Frühstück treffen sehen wir eine Vogelspinne mit vielen kleinen Jungen die am Fuße der Speisessaals ihre Herberge gefunden hat. Nachdem wir die Vogelspinne ausgiebig fotografiert haben bekommt jeder eine Schwimmweste und wir marschieren zu den Pickup's.

Michèl ist entäuscht, dass inzwischen fast die ganze Straße getteert ist. Wir fahren vorbei an der biologischen Station Jatun Sacha und biegen später ab bis wir bei dem kleinen Hafenörtchen Ahoano ankommen.

Dort bestellen wir unser Essen bevor wir auf ein Langboot mit Dach und Motor ausgestatten einsteigen. Nur in Pärchen wird das Boot betreten, da es sich hier um eine echt wackelige Angelegenheit handelt. Geschickt lenkt unser Chauffeur uns durch die Stromschnellen, doch an einer ist das Wasser so flach, dass 4 Leute (drunter Michèl als einziger Touri) aussteigen und schieben müssen, da wir aufgesessen sind.

Mitten in der Pampa halten wir an einem Museum an, wo uns unser Guide verschiedene Fallen der Kitschua erklärt. Während dieser Erläuterung fängt es wieder ziemlich an zu regnen, so dass das Blasrohr-Schießen leider "ins Wasser fällt".

Wir steigen mit Regen-Poncho's ausgestattet wieder auf's Langboot, dass uns nach AmaZOOnico bringen. Ein schweizer Voluntär führt uns durch die Auffangstation für Tiere und erleutert was die Arten fressen, wie die Tiere zu AmaZOOnico kamen und ob sie wieder ausgewildert werden können. Als wir nach dem Besuch nach unserem Boot pfeiffen bleiben unsere Versuche zuerst unerhört.

Als das Boot endlich kommt, geht die Fahrt wieder zurück, dieses mal auf dem Napo, was einiges Länger dauert. In Ahoano angekommen bekommen wir unser Mittagessen. Ich (Franzi) habe Fisch (frittiert) gewählt, Michèl isst Hühnchen. Dazu gibt's (mal wieder) Reis und Gemüse. Nach dem Essen fahren wir mit dem Pickup wieder Richtung Lodge. Wir unterbrechen unsere Fahrt nur, um an einem kleinen Allzweckladen in Puetro Napo zu halten, der (eingentlich geschlossen) extra nur für uns öffnet. Fast jeder kauft sich was Süßes, nur wir nicht, da Michèl keine Lust hat aus dem Pickup auszusteigen und ich kein Geld dabei habe.

Zurück an unserer Lodge bleibt uns noch viel Zeit die Aussicht bei Regen zu genießen. Wir hauen uns eine Runde auf's Ohr und werden erst von dem Horn geweckt, dass zum Abendessen ruft. Es gibt - dreimal darfst du raten - Reis mit Hühnchen und Gemüse. Diese üppige Mahlzeit ist fast allen zu viel, da erst recht spät zu Mittag gespeist wurde.

Javier wartet schon einige Minuten mit dem Briefing, damit auch Thomas alles mit bekommt, als er dann auch noch auf's Klo verschwindet. Elke treibt nun die Gruppe dazu an, hinter die Küche zu verschwinden und uns zu verstecken. Der Scherz gelingt, allerdings war Javier nicht auf dem Klo, sondern hat einen Kuchen mit brennender Kerze geholt, der für das Geburtstagskind Markus gedacht ist wie wir bei dieser Gelegenheit erfahren. Wir singen ihm natürlich ein  Ständchen was leider recht schauerlich klingt da einige der Gruppe wohl noch musikalischer als Enrice sind *g*.

Als die Torte verspeist ist gehen wir zur Bar, wo Markus zu Ehren die Angestellten noch ihre anderen Fähigkeiten zum Besten geben. Mit Gitarre, Trommel, Reibe und Panflöte oder normaler Flöte spielen und singen sie ca. 1 h einheimische Lieder, was (bis auf die zu hohe Flöte) sehr gut klingt. Bei einem Canelasso genießen wir die Musik sitzend, bis einer der Band-Mitglieder ausgerechent mich (Franzi) zum Tanzen auffordert. Bald tanzen fast alle zu der Musik.

Als das klangliche Event seinen Ausklang findet, gehen wir in's Bett. Beim Zähneputzen machen wir einen großen Bogen um die Konga (Riesenameise), die sich zuerst auf dem Flur und anschließend in eine Toilette verzogen hat. 

12. September

Der Morgen ist wunderschön anzusehen. Wir werden geweckt durch Elke, die bereits fleißig am Fotos schießen ist. Überschattet wird er nur durch irgendeine Darminfektion, die sich Michèl eingefangen hat. Er ist deswegen mehr mit der Toilette beschäftigt, als mit dem schönen Morgen.

Das  Horn ertönt und ein Frühstück mit Mañoc-Küchlein (ähnlich Kartoffelpuffer) und Spiegelei wird uns serviert. Um 9.00 Uhr verlassen wir unsere Lodge, kontrollieren im Bus, ob alle Gepäckstücke eingeladen wurden und fahren zurück nach Puyo. Dort halten wir an einer Balser-Holz-Werkstätte, wo wir die Künste bestaunen können und uns mit Souveniers eindecken.

Etwa eine Stunde später geht's weiter nach Baños. Dort halten wir uns wieder ca. eine Stunde auf. Wir nutzen die Gelegehnheit um eine Kleinigkeit zu essen.

Als wir ca. 20 min nach dem Stopp wieder unterwegs sind, bemerkt Oliver, dass er in Baños seine Sonnenbrille vergessen hat. So legen wir in Pelileo einen unvorhergesehenen Stopp ein. Javier und Oliver holen mit dem Taxi (für 15 $ hin und zurück) die Sonnenbrille, während wir uns ein wenig im Örtchen umsehen. Nach einer Stunde geht es dann weiter.

Ohne weitere Zwischenfälle und größeren Stopps kommen wir in Riobamba an. Eine schöne Stadt, bei der man alle 15 m ein Internetcafe findet. Nachdem wir unser Gepäck ausgeladen und auf's Zimmer gebracht haben nutzen wir die Zeit um die nächsten 2 Bilder-CD's zu brennen und unsere eMails abzurufen.

Um 19.00 Uhr treffen wir uns für's Abendessen. Wir gehen ein paar Straßen weiter in einen Italiener, wo Michèl und ich uns eine große Pizza ("Family") teilen. Michèl ist jedoch immer noch unwohl und so schaffen wir das gute Stück nicht mal zu zweit! Unterhalten wird der Abend durch tolle Rock-Balladen mit entsprechenden Video's.

Zurück im Hotel richten wir unser Gepäck für den nächsten Tag und fallen todmüde in's Bett.

13. September

Heute heißt es früh aufstehen, denn um 5.30 Uhr gibt es bereits Frühstück! Dieses findet auch noch in aller Hasst statt, da wir uns um 5.55 Uhr bereits fertig gerichtet treffen und zum Bahnhof losmarschieren. Dort bekommen wir unsere Tickets. Schnell geht's weiter zum Zug, wo wir alle - für 1 $ mit Sitzkissen ausgestattet - auf dem Dach Platz nehmen. Nun beginnt die Warterei. Der Zug fährt nämlich erst um 7.00 Uhr. Zuerst fahren wir noch durch bergige und gründe Landschaft, nach dem ersten Zwischenstopp um 9.30 Uhr wird diese jedoch immer kahler. Javier, der uns bei dem Stopp verlassen hat und auf den Bus umgestiegen ist, sehen wir einige Male neben der Bahnstrecke Fotos schießen. Der zweite Zwischenstopp findet in Alausi statt. Michèl beschließt nach dem Toilettengang den Zug nicht mehr zu besteigen. Eine Immodium und ein paar von Javier empfohlene Turnübungen später erklimmt er aber doch wieder das Dach. Die Zugfahrt geht weiter den Berg zuerst in engen Kurven, später im Zick-Zack mit Wendemanövern hinuter. Unten angekommen geht's nach einer Mini-Pause auch schon den gleichen Weg wieder zurück. Ein paar Meter weiter wird die Lok umrangiert, damit sie wieder von vorne ziehen kann. Kurz vor Alausi muss Michèl, dem es immer schlechter geht, sich auch noch übergeben. Deshalb besorgt Javier, nachdem wir in Alausi ausgestigen sind, erst mal ein Mittel gegen Salmonellen.

Auf der Busfahrt nach Guayaquil sitzen Michèl und ich nun vorne, da wir ein paar extra Stopps einlegen müssen. Endlich angekommen in Guayaquil, stellt Michèl das erste Mal fest, dass es ihm besser geht. Wir beziehen unser Hotelzimmer - das Gepäck wird sogar auf's Zimmer gebracht - und genießen erst einmal eine warme Dusche.

Zum Abendessen gehen wir auswärts und zwar in ein sehr exquisites Restaurant. Michèl, dem es dank Tabletten besser geht bekommt von Javier gedünsteten Fisch mit Kartoffeln verordnet. Auch in esse Fisch mir leckerem Lauch-Kartoffel-Gratin und einer Balsamico-Sauce und Spargel.

Nach diesem leckeren Abendessen machen wir noch einen Abstecher an die Promenade. Diese ist 3 km lang und sehr, sehr schön. Wir bleiben in einer Bar im oberen Stock und genießen noch einen Cocktail, bevor wir - zurück im Hotel - unsere sieben Sachen zusammenpacken. 

14. September

Nach dem Frühstück machen wir noch einen Abstecher in einen Park, wo wir ein Eichhörnchen und viele Leguane entdecken. Dann hetzen wir nochmals zur Promenade um ein paar Foto's zu schießen. Doch die Zeit drängt und wir müssen zurück.

Wir fahren das letzte mal bei Manuel im Bus bis zum Flughafen, wo wir im Schnelldurchlauf unser Gepäck aufgeben, Geld abheben, einchecken und auch schon den Flieger besteigen. 1,5 h später landen wir auf Galapagos - auf der Insel Baltra (-1 h Zeitverschiebung). Mit dem Bus fahren wir zur Küste um dann mit dem Boot zur Insel Santa Cruz überzusetzen. Ein weiterer Bus bringt uns dann zur Stadt Puerto Ayora. Dort beziehen wir direkt am Wasser unser Hotelzimmer.

Bevor wir uns wieder treffen, um gemeinsam zum Stand zu gehen, besuchen Michèl und ich noch kurz ein Internetcafe um eMails anzuschauen und zu schreiben. Am Eingang zum Strand müssen wir uns namentlich mit Eintrittszeit in ein Buch eintragen. Dann beginnt der 2,5 km lange Marsch bis zum Wasser. Anschließend wandern wir barfuß am Stand entlang bis zu einer Lagune, in der wir dann auch baden. Eine gute Stunde später müssen wir uns auch schon wieder auf den Rückweg machen, da um 18.00 Uhr alle das Areal verlassen haben müssen (im Buch muss die Geh-Uhrzeit eingetragen werden).

Zurück im Hotel wird erst einmal gemütlich geduscht. Später treffen wir uns, um zum Abendessen zu gehen. Ich (Franzi) esse Fisch mit Petersilie-Knoblauch-Sauce (ihgitt), Pommes und Salat. Michèl ist ganz begeister von seinen Spaghetti Carbonara. Dazu ein Cocktail mit Maracuja, Sahne und Rum. Sehr lecker.

Zurück im Zimmer schlafen wir schnell beim Rauschen der Palme, die neben unserem Fenster steht, ein. 

Erwachen mit den Geräuschen eines Traumstrandes. Dann ein Frühstück und schon geht die Reises mit gepackten Koffern weiter. Wir gehen zum Hafen, steigen in ein Boot und stechen in See. Michèl und ich sind unter den wenigen, die kein Mittel gegen Seekrankheit nehmen und auch nicht seekrank werden. Die Fahrt dauert ca. 2,5 h bei mittlerem Wellengang. Die letzten paar Meter muss das Schiff vorsichtig zwischen den Riffen hindurchgelenkt werden. Das Wasser ist dort nicht sehr tief.

Am Ufer werden wir bereits von zwei Pickup's erwartet, die uns auch sogleich zu unserer Unterkunft bringen. Nachdem das Tagebuch für die letzten zwei Tage beendet bzw. auf vordermann ist, steht eine Standwanderung auf dem Programm, bei der allerlei Getier in den kleinen Wasserbecken der Lavafelsen gesichtet werden. Bei einem Abstecher auf einen Aussichtspunkt auf dem Rückweg sogar eine ganze Leguna-Herde!

Zurück im Hotel wird eine recht kalte Dusche genommen und anschließend gehen wir zum Abendessen. Von einer ausgewanderten Schweizerin werden wir auf deutsch empfangen, die uns auch sogleich das Menü vorstellt: Kürbiscreme-Suppe, Schwertfisch mit Brokoli, Kartoffeln und Reis und als Nachtisch Crêpes mit Bananen. Dazu Maracuja-Saft. Das Essen schmeckt ausgezeichnet.

Auf dem Heimweg decken sich die einen noch mit Verpflegung für den nächsten Tag ein, wir mit zwei Flaschen Zuckerrohrschnaps.

16. September

Nach dem Zähne putzen treffen wir uns im Vorraum mit dem Lokal-Guide Mathias Espinosa, der uns auch promt auf deutsch begrüßt. Als Sohn einer Deutschen und eines Ecuadorinaers, hat er als Kind in Deutschland gelebt, kann er sogar perfekt deutsch.

Mit zwei Pickup's fahren wir in's Hochland von Isabela. Die letzten paar Meter wird es unangenehm feucht, wir bekommen den für diese Jahreszeit typischen Sprühregen zu spüren. Wir halten an und steigen noch im Regenponcho um auf Pferde. Die Tiere sehen ungepflegt und abgemagert aus. Wir reiten ein gutes Stück durch sehr matschigen Boden. Ich (Franzi) versuche mein Pferd ständig zu bremsen, doch das Küsssen und die Peitsche des uns begleitenden Cowboys treibt es immer wieder an.

Nach der halben Strecke wird die Gegend trockener und schon bald können wir den Kraterrand des Sierra Negra- Vulkans sehen. Wir steigen ab und gehen das letzt Stück zu Fuß weiter am Kraterrand entlang, bis wir bei der Öffnung ankommen, aus der das letzte Mal 2005 der Krater mit Lava überschwemmt wurde. Man kann genau sehen wo Lava von 2005 geflossen ist, da die etwas ältere Lava wegen des hohen Eisengehaltes bereis rostig braun verfärbt ist. Die Erde ist auch noch warm und dampfen tut es aus dem ein oder andern Loch.

Nach einer kurzen Pause machen wir uns auch bereits wieder auf den Rückweg. Zurück bei den Pferden entscheidet sich die eine Hälfte zu Fuß zu gehen, da die Pferde schon sehr mitleiderregend aussehen. Irenes Pferd lahmt sogar! Als der matschige Teil der Strecke beginnt entscheiden auch wir uns die Pferde zu verlassen und die restliche Strecke zu Fuß zurück zu legen. Die Cowboys treiben die Pferde wieder zurück und wir versuchen den saubersten Weg zu finden.

Der Sprühregen nimmt wieder zu, als wir die Pickup's erreichen. Nun fahren wir wieder zurück zu unserer Unterkunft. Dort angekommen spülen wir zuerst unsere matschigen Schue mit Wasser ab, bevor wir unserer Klamotten auswaschen.

Noch zwei Stunden Zeit bis zum Abendessen. Wir nutzen die Zeit um eine Runde am Stand in's Wasser zu gehen. Sehr tief können wir jedoch nicht hinein, da wir auf steinigen Boden stoßen. Noch ein kleiner Strandspaziergang um etwas trocken zu werden und dann gehen wir wieder zur Unterkunft zurück, wo wir dieses Mal eine warme(!) Dusche genießen. Nur noch Tagebuch schreiben und dann kann weiter an "11 kleine Tourilein" gedichtet werden.

Dieses Mal gibt's zum Abendessen wieder ????, dazu Bananen, Reis, Kartoffelpuffer und Salat und ein Stück angebratene Wurst.

Nach dem Essen wandern wir noch weiter in eine (Cocktail)Bar, wo wir fast wieder gehen, da die zuerst nur Leute akzeptieren wollen die auch etwas bestellen (und wir sind die einzigen Touris auf der Insel). Da die Cocktails auch nicht gerade lecker schmecken gehen wir schon bald wieder. 

17. September

Der Morgen beginnt mit Regen und wir machen uns schon Sorgen, doch als wir losfahren haben wir bestes Wetter. Mit den Pickup's fahren wir bis zu einer Art Moor, wo wir uns in zwei Gruppen aufteilen. Unserer Gruppe fährt zuerst mit zweier Kanus über den Tümpel. Klares Wasser ist im Schnitt 15 cm tief, darunter jedoch eine dicke Schlammschicht, die erbärmlich nach Faulgasen stinken, wenn man mit dem Paddel zu tief einsticht. Wir drehen eine Runde über den See, sehen Flamingos, Enten, Graureier und andere Vögel. Als wir die Flamingo's verlassen, setzen wir mit dem Kanu auf. Gott sei dank können wir uns noch aus eigener Kraft befreien, da keiner in diese stinkende tiefe Brühe stehen will. Je weiter/ länger wir paddeln desto mehr bespritzen wir uns auch damit. Außderdem kommt das Dreckwasser auch zu einem Extra-Loch im Kanu-Boden.

Zurück am Ufer haben wir beide einen nassen Hintern. Michèl's ist auch noch recht dreckig. Er entschließt die anschließende Wanderung in Badehose fortzusetzten und seine Hose(n) frisch ausgewaschen - hinten am Rucksack zu trocknen. Wir gehen mit Mathisas unserem Guide zu einem kleinen Stand, wo wir Blaufußtölpel und Meerechsen zu Gesicht bekommen.

Anschließend treffen wir uns mit der anderen Gruppe, die gerade aus den Kanu's steigt. Ich (Franzi) trete in irgend ein Ameisennest und habe ein Dutzend Ameisen am und im Schuh und auch in meinen Socken. Als alles von Ameisen befreit ist, fahren wir weiter zur "Mauer der Tränen", einer großen Mauer aus Lavastein. Nach dem zweiten Weltkrieg diente Isabela Ecuador als Gefangenenkolonie und dem Führer der Kolonie ist nichts besseres eingefallen als die Gefangenen in der brütender Hitze eine hohe Mauer errichten zu lassen (denn jedes Gefängnis braucht eine Mauer). Hatte einer keine Kraft mehr weiter zu arbeiten, wurde er einfach erschossen. Das ging so lange, bis dem Führer "zufällig" ein Stein auf den Kopf gefallen ist und dieser schwer verletzt auf's Festland gebracht wurde. Der Nachfolger befand die Mauer für Schwachsinn und errichtet mehrer Lager, wo er die Gefangenen landwirtschaftlich beschäftigte.

Später wurde die Kolonie aufgelost. Es gibt noch einen Überlebenden aus dieser Zeit, der Mann ist 98 Jahre alt und lebt von der Welt abgeschieden noch auf Galapagos.

Unser nächstes Ziel ist ein Aussichtspunkt und dann eine kleine von Mangroven umsäumte Bucht, in der ein Schatz vergraben gewesen sein soll. Eine Famiele hatte das Gebiet lange verteidigt und als sie es verließen fand man unter der einzigen Kokospalme nur noch ein tiefes Loch. (Die Galapagos Inseln wurden lange nur von Piraten als Anlaufstelle verwendet).

Wir werfen noch einen kurzen Blick auf den Friedhof, bevor wir am Stand zurück in's Dorf wandern. Auf der Wanderung sehen wir nochmals einige Meerechsen und auch viele Eidechsen, Krabben und Vögel.

Den Rest der Truppe erwartet zurück in unserer Herberge gegrillte Languste. Michèl begleitet Mathias Heim um dort mal wieder Bilder zu brennen, ich (Franzi) lege mich ein Weilchen in die Hängematte.

Später beim Softeisessen treffen wir uns wieder. Heute gehen wir nicht mehr an den Stand, da Michèl an den Beinen einen Sonnenbrand bekommen hat. So legen wir uns auf's Bett, machen ein Nickerchen und schreiben Tagebuch. Zum Abendessen treffen wir uns noch mal mit Mathisas, der uns mit zum Restaurant begleitet. Es gibt wieder eine andere Sorte Fisch mit Reis, Pommes und Bohneneintopf. Mathias, der übrigens der Besitzer unserer Tauchbasis ist, erzählt wilde Tauchgeschichten, die teilweise etwas übertrieben klingen.

Vor dem Essen haben wir noch die Schnorchel-Ausrüstung ausgesucht.