Mo. 28.07.2014

Endlich ausschlafen! Unglaublich, bis 9.00 Uhr lässt uns Valentin heute schlafen. Nach einem spärlichen Frühstück (Cornflakes, da kein Brot) erforschen wir die verschiedenen Wikingerhütten, essen vom frisch gebackenen Brot und begutachten die Werke des Silberschmieds, der wie viele hier sehr gut deutsch spricht. Direkt um die Ecke finden wir einen sehr gut sortierten Supermarkt, wo wir uns wieder mit Brot, Joghurt und Wurst eindecken. Mittagessen (belegte Brote) nochmal am Meer beim Wikingerdorf. Anschließend weiter nach Trelleborg. Die dort zu begutachtende Wikingerburg hat leider gerade geschlossen, weswegen wir direkt weiter nach Ystad fahren. Zu Fuß erkunden wir die schöne Altstadt mir den vielen Fachwerkhäusern. Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichen wir Ales Stenar, eine große Schiffssetzung. Im schönen Abendlicht wandern wir an der Steilküste entlang, finden den zweiten Cache und essen Kartoffeln, Karotten mit Würstchen zu Abend. Auf dem Stellplatz bekommen wir für 100 Kronen/Nacht außer WC auch noch eine Dusche und Frischwasser.

Di. 29.07.2014

Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir zum 20 km, langen Stand um die Ecke. Ein Flugsandfeld – super sauberer Sand und Wasser! Valentins erste Erfahrungen im Meer (Wellen!) und herrlich im Sand zu wühlen. Kurzes Mittagsvesper im Auto und weiter geht`s nach Glimmingehus (140 Kronen), einer sehr gut erhaltenen Burg. Gegen Abend erkunden wir Åhus, zu Fuß, essen am Hafen Fisch (lecker) für 321 Kronen. Kostenlose Mini-Fähre als Brücke über den Hafen. Wir leisten uns noch ein Eis für 75 Kronen, das leider besser aussah, als es tatsächlich war. Über Nacht quartieren wir uns auf dem Campinglatz „Regenbogen“ ein (320 Kronen). Abends lesen wir die SMS von Anna-Lenas Geburt.

Mi. 30.07.2014

Nachts hat es ordentlich geregnet, deswegen nehmen wir unser Frühstück im WoMo ein. Doch die Sonne scheint schon wieder, so dass wir unsere Sachen packen und an den Strand gehen. Michèl und Valentin hüpfen nach einem weiteren Cache (Vogelhaus) todesmutig ins Wasser. Anschließend matschen am Strand. Noch eine säubernde Dusche und gegen 12 verlassen wir den Campingplatz. Auf dem Weg nach Karlskrona halten wir an einem Runenstein und einem Gräberfeld, wo 17 Schiffslegungen zu sehen sind. Dort Vespern wir auch noch. Weiter in Karlskrona können wir uns nicht entscheiden, was tun – schließlich gehen wir zur Touristeninfo um uns beraten zu lassen. Was für ein Glück! Dank des momentan stattfindenden Festivals können wir zwei geführte Bootstouren (Fort, Reeperbahn) umsonst buchen! Wir schauen uns noch die Holzkirche „Amiralitetskyrka Ulrica Pia“ an und nehmen dann die ebenfalls kostenlose Autofähre nach Aspö. Hier besichtigen wir die Zitatdelle „Drottingskärs Kastell“ und kochen uns dann ausgehungert Kötbollar mit Tomatenreis. Ein kleiner Abendspaziergang mit vergeblicher Cache-Suche zum Jutte-Leuchtturm und eine Runde „Phase 10 Master“ runden den Abend gelungen ab.

Do. 31.07.2014

Zum Frühstück gibt es Cornflakes, denn Brot müssen wir erst wieder kaufen. Gespült wird sehr unüblich auf dem behinderten WC am Parkplatz. Noch schnell zum ICA-Supermarkt für Brot und Wurst und dann zur Fähre zurück. Wir müssen nämlich die Passnummern für die Touren abliefern, beide führen uns in militärisches Sperrgebiet. Ausländische Touristen dürfen erst seit 2 Jahren diese Orte besuchen. So da war die Zeitplanung auch schon im Eimer, die Fähre bringt zwar Autos fährt aber erst 1 h später wieder zurück. Vom Parkplatz, zur Info, zum Briefkasten (Glückwünsche für Anna-Lena), zum Boot. Das erste Boot bringt uns zur Reeperbahn (Achtung: nix unanständiges); hier wird gezeigt wie im 300 m langen Gebäude Seile und Taue bis Anfang des letzten Jahrhunderts hergestellt wurden. Der Mann, der die Fäden aus Hanf/ Flachs gezogen hat lief in seinem Arbeitsleben ca. 2,5x um die Erde herum, und das rückwärts! Dann die Katastrophe: im Windelrucksack keine Windeln. Valentin ist aber unten rum schon ziemlich dick und riecht gewaltig. Bei Schwedischen Touristen fragen wir nach Abhilfe. Zurück am Ausgangspunkt flitzt Michèl also einmal quer durch die Großstadt Karlskrona zum Auto um Windeln zu organisieren. Essen gibt es auf dem Jahrmarkt der jetzt um 13.00 Uhr schon langsam in Schwung kommt. Wir entscheiden uns für ein 15 h lang gegartes Rindfleisch. Sieht am Ende einem Döner nicht unähnlich. Bei der Suche nach einem süßen Nachtisch entdeckt Franzi die Windelhilfe in der Menge und gibt eine unser frischen Windeln zurück. Die zweite Bootstour führt uns in die Inselwelt vor Karlskrona. Angepriesen war die Tour mit Führung auf dem Inselfort Kungsholm. Dort fährt das Schiff aber erst mal vorbei. Wir beide denken – na toll – zu viel versprochen, hat wenigstens nix gekostet. Nachdem das Schiff anlegt und ein paar Fahrgäste aussteigen geht es doch noch auf ins Fort. Auch hier Sperrgebiet. Komisch ist dann schon das Fotografiert werden darf. Die Schweden haben in ihrer Seemannsakademie nichts zu verbergen. Eine ziemlich große Anlage mit einem kreisrunden Hafen, nur Schiffe mit Trinkwasser kamen hier rein. Innerhalb der sehr dicken Mauern (15-20 m) findet sich ein botanischer Garten. Die Schiffe aus allen Herren Ländern haben Samen und Setzlinge mitgebracht. Bevor die ersten nicht Militärs her durften gab der Kommandant den Befehl alle Schilder der Pflanzen zu wienern. Die drei Soldaten, nicht doof, haben wohl alle Schilder eingesammelt und im Schuppen gereinigt. Danach musste eine Heerschar von Studenten die Schilder wieder zuordnen. Einsammeln und säubern 2-3 h; neu Zuordnen 6 Wochen; das war wohl anders gedacht. Ein anderer Kommandant hat seinen Mannen wohl nicht ganz vertraut. Um deren langen Rundgang zu dokumentieren bekamen sie ein verschlossenes Schloss mit auf den Weg. Auf halber Strecke war der Zweitschlüssel an einer Kette, nur mit geöffnetem Schloss durften die Wachen Meldung machen. Innerhalb von 300 Jahren wurde dieses Bollwerk nie benötigt, die bloße Existenz schreckte alle Feinde ab. Erst 1981 trauten sich die Russen mit einem U-Boot hier her. Das Ganze folg dann auf weil das U-Boot (bestückt mit Nuklearwaffen) vor Karskrona strandete und der Bug wie eine Zigarre aus dem Wasser ragte… Gegen 20.00 Uhr setzen wir unsere Fahrt dann mit dem WoMo fort. Öland heißt das Ziel. Bei Dunkelheit erreichen wir die Arche Noah (Karums alvar), eine Schiffssetzung mit ca. einem Dutzend eisenzeitlichen Gräbern. 

Fr. 01.08.2014

Die ersten Sonnenstrahlen werden wie immer von Valentin begrüßt. Michèl springt auf um das Licht zu nutzen und Fotos zu schießen. Legt sich dann aber wieder hin um mit den Anderen gegen 8 Uhr wirklich aufzustehen. Erstes Ziel 2 Schlösser bei Borkholm (größte Ruine und Sommerresidenz der königlichen Familie). Enttäuscht ziehen wir von dannen, die machen erste um 11.00 Uhr auf. 2 h wollen wir dann doch nicht warten. Deshalb wird der Reise Knowhow unser Tourguide. Runenstein in Köpenik, Mühle (holländisch) in Dandvik. Schermühle in Jordhamn. 2,5 m hohe Steilküste bei Byerums Raukar. Wald der Trolle bei Grankullavik. 7 Mühlen bei Störlinge. Fluchtburg Ismanstorpsborg bei Långlöt. P.S. Spaghetti/ Pesto aufgepeppt mit Knoblauch/Paprika und Meerblick zum Mittagessen. Übernachtet wird auf dem Parkplatz im Wald bei Ismanstropsborg.

Sa. 02.08.2014

Bei Valentins erstem „Wää“ stehen wir heute auf, genießen unser Frühstück draußen und fahren gleich weiter zur nächsten Fluchtburg: Gråborg, Ölands größter Fluchtburg. Ein paar Gräber und Runensteine weiter wird noch schnell getankt und schon erreichen wir Eketropsslott – ebenfalls eine Fluchtanlage, die jedoch rekonstruiert wurde und von Tieren und einigen Menschen bewirtschaftet wird. Ein kurzer, enttäuschender Abstecher zum „Långe Jan“ – Schwedens höchstem Leuchtturm und unserer Reise geht wieder nordwärts. Wir sehen uns einen weiteren (eher runden) Runenstein an und verlassen Öland wieder über die Brücke nach Kalmar. Dort schauen wir uns das Schloss Kalmar an (altertümlich besiedelt), genießen zwei interessante, englische Führungen und gehen anschließend zurück zum WoMo. Fahren zum Einkaufszentrum unsere Vorräte wieder auffüllen (zum Mittag gab`s nämlich nur Flips) und wieder zurück zum Parkplatz, von wo aus wir uns zu Fuß zum Dom aufmachen. Wir gönnen uns in einem Restaurant ein exzellentes griechisches Essen, kreuzen zweimal das hier stattfindende Radrennen und beschließen dann abends noch Strecke zu machen – über 300 km bis kurz vor Eksjö. Hier finden wir einen Idyllischen Campingplatz an einem See, wo wir übernachten.

So. 03.08.2014

Nach dem Frühstück müssen wir erst einmal einchecken. Das geht nur mit Campingkarte; die also doch noch kaufen, und gleich wieder auschecken, wir wollen ja weiter fahren. Die Einrichtungen des Platzes werden aber vor 12.00 Uhr noch alle in Anspruch genommen. Waschmaschine anwerfen. Danach ein Bad im See, es fühlt sich zwar frisch an aber mit 24°C doch nicht wirklich kalt. Wir bleiben im Wasser bis Valentin bibbert. Dann sofort in die warme Dusche. Die erste seit gefühlt einer Woche und das bei Temperaturen von 30°C+. Nach der Dusche dann der Wäschetrockner. Ja und dann Mittagessen (Bratkartoffel + Würstchen). Noch schnell Abwasser weg und Frischwasser tanken. Reisefertig müssen wir aber nur für wenige Minuten sein. Ecksjö ist nicht weit, in den bezaubernden Gassen halten wir noch ein kleines Schwätzchen mit einer Schwedin, die uns erzählt was es mit unserem Zwischenziel Skurugata auf sich hat. Die Felsenschlucht entstand, als sich hier der Boden in entgegengesetzter Richtung bewegte. Die Wanderung ist mit einer Stunde angegeben und ein Temperaturunterschied von 20°C dort unten sei im Sommer keine Seltenheit. Ob es wirklich 20°C sind wissen wir nicht aber die Luft dort unten hat wirklich kalt gewindet. Die Fahrt führt uns in 200km entfernte Vadstena. Nach 3einer kleinen Suche nehmen wir den QuickStop am Campingplatz. Valentin hat im Sand und Wasser viel Spaß. Auch als die Lippen schon blau werden hat er noch nicht genug – muss dann aber in die Dusche und ins Bett. Massage.